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BeitragVerfasst: Di 28. Jun 2022, 17:31 
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Der Krawattengriff – Erkennungszeichen der Freimaurer
von Joe Doe

Zum freimaurerischen Initiationsritual gehört neben dem Tragen der Augenbinde auch der Galgenstrick. Angeblich nur ein harmloses Ritual, doch „Verräter“ wie Roberto Calvi wissen es besser. Galgenstricke sind ein Hinrichtungsinstrument und als solches wurden sie schon des Öfteren von den Freimaurern eingesetzt.

Was hat nun der Galgenstrick mit der Krawatte zu tun? Sehr viel! Denn die Krawatte ist ein symbolischer Galgenstrick, der zunächst ab ca. 1655 in der Oberschicht Frankreichs populär wurde. Die Entstehung dieser Mode ist sehr nebulös und wird auf eine angebliche Truppenparade des Jahres 1663 vor dem damals noch im Bau befindlichen Schloss Versailles zurückgeführt, bei der ein kroatisches Reiterregiment ähnliche Halsbinden getragen haben soll. Dieses historisch nicht belegte Ereignis fand jedoch rund acht Jahre nach dem Aufkommen der ersten Krawatten statt.

Zum politischen Symbol wurde die Krawatte während der französischen Revolution, welche vorrangig von den Freimaurern, Jakobinern und bayrischen Illuminaten vorangetrieben wurde. Unter den Adeligen wurden weiße Seidenkrawatten zum Erkennungssymbol, während unter dem Pöbel bunte Baumwolltücher populär waren.

Nachdem die ersten Krawatten noch eher schlichte Halsbinden waren, kamen im 19. Jahrhundert die heute gebräuchlichen Krawatten auf. Zunächst waren sie noch ein Staussymbol unter den Adeligen sowie dem aufstrebenden Bürgertum und der Politik. Man kann daher durchaus sagen, dass sie fast ausschließlich von Freimaurern getragen wurden, da die Mitgliedschaft in einer Loge zu dieser Zeit noch zum guten Ton der Oberschicht gehörte.


Im 20. Jahrhundert fanden Krawatten schließlich als Teil der Uniform Einzug ins Militär. Dies hatte nicht nur mit der freimaurerischen Kontrolle des Militärs zu tun, sondern war auch dem praktischen Nutzen geschuldet ist, dass eine Krawatte die Knopfleiste des Hemdes verdeckt. Schlussendlich verbreitete sie sich in vielen gehobenen Berufen, vor allem im Bereich der Banken, Versicherungen, dem Konzernmanagement usw.

Heute sind Krawatten dermaßen weit verbreitet, dass sie nicht länger als Erkennungsmerkmal der Freimaurer gewertet werden können. Auf weltweit knapp 6 Millionen Freimaurer kommt ein Heer von hunderten Millionen Krawattenträgern, die mit der Freimaurerei nichts zu tun haben.

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Silvio Berlusconi
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Als geheimes Erkennungszeichen der Freimaurer hat sich jedoch der Krawattengriff etabliert. Natürlich sollte man hierbei nicht sofort jeden verdächtigen, der sich die Krawatte zurecht zieht, weil sich der Knoten gelockert hat. Die Geste des Krawattengriffs setzt bewusstes Handeln voraus.


Die genaue Bedeutung des Krawattengriffs wird von Außenstehenden heiß diskutiert. Da er in einigen Fällen von Freimaurern gemacht wird, die sich in einer Notlage befinden, sehen viele darin einen stummen Hilferuf. Ein solcher Fall ist z.B. Julius Meinl V., der während seiner Untersuchungshaft 2009 in der Presse mit Krawattengriff gezeigt wurde.
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Julius Meinl V.

Bei einem weiteren Notzeichen legt man jedoch die Hände gefaltet über den Kopf, dreht die Handflächen um und schiebt dann die verschränkten Hände nach oben. Es gibt zudem einige Fälle, bei denen der Krawattengriff ohne erkennbare Notlage gemacht wird und so scheint es sich in erster Linie um ein Erkennungszeichen zu handeln. Vielleicht kann ja an dieser Stelle ein Insider Licht ins Dunkel bringen? Die Gleichsetzung mit der Hand am Hals, wie man sie auf vielen Verschwörungswebseiten findet, ist jedenfalls nicht korrekt. Es handelt sich um zwei verschiedene Gesten.

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„Verunglimpfungen sind für den, der sie ausspricht, schimpflicher als für den, dem sie gelten“. :jahaaa
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BeitragVerfasst: Di 28. Jun 2022, 17:43 
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Das Siegel Satans
von Joe Doe

Satan und Luzifer werden bekanntlich durch das umgedrehte und aufrechte Pentagramm dargestellt, wie man es z.B. von der Church of Satan kennt. Doch dabei handelt es sich eigentlich um ein Venussymbol, welches den Planeten als Abend- und Morgenstern repräsentiert. Weit weniger bekannt ist das Siegel Satans oder auch Luzifers, welches sich im Satanismus mindestens ebensolcher Beliebtheit erfreut wie das Pentagramm.

Das Siegel besteht aus einer umgedrehten Pyramide mit einem X in der Mitte. Ein weiteres X entsteht durch die Pyramidenseiten und die unteren Ausläufer. Wenn man den oberen Querbalken der Pyramide an das untere Ende des ersten X legen würde, erhielte man ein in die Länge gezogenes umgedrehtes Pentagramm. Abgerundet wird das Ganze durch die unteren Ausläufer und ein V, die sich überkreuzen. Das erinnert stark an Zirkel und Winkelmaß der Freimaurer, wobei die Enden des Zirkels jedoch in Schnörkeln auslaufen. Möglicherweise sollen diese Schnörkel Hörner darstellen. Ein Ziegenkopf ließe sich allerdings auch in den oberen Teil des Symbols hineininterpretieren.

In jedem Falle handelt es sich um eine Kombination verschiedener okkulter Symbole. Die beiden Xe und das V als hebräischer Buchstabe Vav lassen sich dabei als Sechsen lesen, womit hier die 666 verschlüsselt wäre. In diversen okkulten Internetshops wird das Siegel auch direkt mit der Zahl des Tieres angeboten, womit Zufälle auszuschließen wären.

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Das Siegel Satans kann im Gegensatz zum Pentagramm und den meisten anderen okkulten Symbolen nicht bis in die Antike zurück datiert werden. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde erstmals in einem italienischen Werk mit dem Titel „Grimoirium Verum“ beschrieben. Dieses 1517 publizierte Zauberbuch enthält zahlreiche Beschwörungsformeln für okkulte Rituale. Neben dem Siegel Satans führt es noch zahlreiche weitere Siegel von diversen Dämonen auf, mit denen diese angeblich heraufbeschworen werden können.

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